Landesjagdverband e. V

Hegering III - Sulzbach/Murr

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KJV-BK Hegeschau in Sulzbach-Murr
am Sonntag, den 17. April 2016 fand von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der Gemeindehalle Sulzbach/Murr die diesjährige Hegeschau statt.

                                   
17.04.2016Autor: HH
Jagdliche Exkursion in den Odenwald
An der jagdlichen Exkursion in den Odenwald am 27. Sept. 2015 beteiligten sich 30 Personen.
Erste Station war die Jagd-und Naturschule Odenwald-Spessart bei Erbach-Habermannskreuz. Der Leiter der privaten Jagdschule Egbert Kessler stellte uns die Räumlichkeiten sowie das Ausbildungskonzept vor. Beeindruckend war die umfangreiche Präparatesammlung welche für Schulungszwecke zur Verfügung steht. Herr Kessler vermittelte uns auch einen ersten Einblick in die jagdlichen Strukturen und stellte das Rotwildgebiet Odenwald vor, welches sich über die drei Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern erstreckt. Anschließend ging es nach kurzer Fahrt zum Schloss der Grafen zu Erbach-Fürstenau im Stadtteil Steinbach, wo uns Erbgraf Louis von Erbach-Fürstenau im Schlosshof begrüßte.
Er erklärte uns den historischen Hintergrund der Grafschaft mit seinem weitläufigen Waldbesitz. Es sind 4200 ha Wald, von dem die Familie seit 1270 nachhaltig lebt, und zeigte uns das sehenswerte Schlossensemble mit Park, welches sowohl in der Gebäudeunterhaltung, als auch in der sinnvollen Nutzung der vielen Gebäude und Räumlichkeiten ein schwieriges und kostenträchtiges Erbe für den jungen Grafen bedeutet.
Nach einem guten Mittagstisch im Gasthof Reußenkreuz begleitete uns Graf Louis und sein Revierförster ins 1200 ha große Eigenjagdrevier Reußenkreuz-Hohberg. Auf einer zweieinhalb-stündigen Rundgang wurde uns an entsprechenden Exkursionspunkten sowohl die jagdliche, als auch die waldbauliche Zielsetzung erläutert. Hauptsächlich die Minimierung der doch beträchtlichen Schäden durch Rotwild, aber auch durch Rehwild, soll durch geeignete Maßnahmen erreicht werden: Bereitstellung von Äsung bzw. Äsungsflächen in günstiger räumlicher Verteilung, Schaffung von Ruhezonen (2008 wurde eine 250 ha große Wildruhezone eingerichtet), Erfüllung des Abschussplans ohne Erzeugung zu hohen Jagddrucks (Intervalljagd beim Rehwild, 90 % des Abschusses auf 2 Drückjagden beim Rotwild), gewissenhaft vorbereitete Drückjagden mit hoher Effektivität als zentraler Teil der Abschusserfüllung. Aber nicht zuletzt darf auch die Erfüllung jagdlicher Passion nicht in den Hintergrund treten.
Letzte Station unserer Exkursion in den Odenwald war die Besichtigung mit fachkundiger Führung der berühmten Hirschgalerie und der einmaligen Jagdwaffensammlung im Schoss Erbach. Ein von interessanten und lehrreichen Erfahrungen geprägter Tag fand seinen Abschluss im Erbacher Brauhausgasthof.


27.09.2015Autor: HH
Fachvortrag
Vortrag „Das Jagen ist halt mein Leben.“ von Konrad Esterl am 10. Sept. 2015 im Saal vom Gasthof "Zur Eisenbahn" in Sulzbach-Murr.
Konrad Esterl zum Vortragenden zu haben ist eine Garantie für einen vergnüglichen, aber auch zum Nachdenken anregenden Abend. Esterl wird wohl als schillernste Figur der bayrischen Jägerschaft gepriesen, war Bayerns jüngster Wildmeister, betreute 40 Jahre lang große Reviere im Spitzingseegebiet und im Eberberger Forst. Er ist leidenschaftlicher Volkssänger, erfolgreicher Autor von 7 Jagdbüchern und als Tierstimmenimitator weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt- vor allem sein Hirschruf ist legendär. Der Hegering Sulzbach-Murr hatte den Veteranen eingeladen, und die zahlreichen Jäger und Gäste wurden nicht enttäuscht: Esterl berichtete im besten oberbayerischen Dialekt über seine beeindruckendsten Jagderlebnisse und über die anspruchsvolle und harte Arbeit eines Berufsjägers im Gebirge.
In seiner unnachahmlichen Erzählweise, ließ er uns teilhaben an spannenden Jagden auf Hirsch, Gams, Rehe und Hahnen- Später dann im Eberberger Forst bei München auch auf starke Keiler. Eindrucksvoll imitierte er, unter anderem, den röhrenden Hirsch, das Kappen und Schleifen des Auerhahns, das Klappern der Keiler mit dem Gebrech.
In all seinen Ausführungen spürte man seine große Bewunderung für die unberührte Natur am Berg, deren Bewahrung ihm am Herzen liegt. Ganz besonders zum Ausdruck kommt auch sein unmissverständlicher und kompromissloser Einsatz für eine „Waidgerechte Jagd“ das heißt für Ihn „aus Achtung vor dem Geschöpf anständig und sauber jagen“. Wegen einer Politik der überhöhten Abschüsse im Bergwald hat er einst sein geliebtes Bergjagdrevier verlassen. Aber auch im flachen Ebersberger Forst wandte er sich gegen zu massive Drückjagden und Rekordabschüsse. Es ist richtig, sagt Esterl, die Wildbestände auf ein vernünftiges Maß zurückzuführen. Es sei jedoch falsch das Wild als Schädling zu bezeichnen.
Gelernt haben sollten die Jäger von diesem Abend, dass die Achtung vor der Kreatur auch in Zeiten mit steigenden Schwarzwildbeständen und vermeintlich zunehmender Verbissproblematik im Forst, nicht verloren gehen darf. Denn eines, so vermittelte Konrad Esterl glaubhaft, zeichnet den Jäger der sein Handwerk versteht unbedingt aus: die Waidgerechtigkeit, und die versteht Esterl nicht nur als Worthülse in der Jägersprache, sondern als Charakterzug. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Jagdhornbläsergruppe der KJV-Backnang.


           
10.09.2015Autor: HH
Stammtisch im Grünen
Zum "Stammtisch im Grünen" trafen sich am Sonntag den 5. Juli 2015 ca. 60 Jägerinnen und Jäger mit Anhang im
Jagdrevier Sulzbach 4/1 bei der Jagdhütte von unserem Jagdfreund Lothar Glass.
Nach einem musikalischen Willkommensgruß der Jagdhornbläser sowie der Begrüßung durch Gastgeber Lothar Glass und Hegeringleiter Uwe Birkendorff, folgte eine ca. 1 1/2 stündige Revierbegehung, bei der uns Revierförster Axel Kalmbach verschiedene Waldbilder in dem von ihm betreuten Komunalwald vorstellte, die notwendigen forstlichen Eingriffe erläuterte und den Einfluss des Rehwildes auf die waldbauliche Zielsetzung deutlich machte.
An einem neu angelegten Stillgewässer im Wald erwartete uns Revierförster Jochen Bek. Als Experte für Amphibien stellte er, die bei uns vorkommenden Arten, und den zu ihrem Fortbestehen erforderlichen Lebensraum, als auch die verschiedenen Entwicklungsstadien vor. Besonders am Herzen liegt ihm die Gelbbauchunke. Hier kann jeder Jäger der sich seiner Verantwortung auch gegenüber nichtjagdbaren Tierarten bewusst ist, durch die Anlage geeigneter Kleinstgewässer mit wenig Aufwand für diese bedrohte Art Überlebensraum schaffen. Im Anschluß daran ging es zur Hocketse an schattigem Platz im lichten Altholz. Bei Grillvesper und kühlen Getränken kam auch die Geselligkeit und der Austausch von Jagderlebnissen nicht zu kurz. Eine Vorführung verschiedener Jagdhunderassen, fachkundig moderiert von unserem Hundeobmann Lothar Glass rundete diesen lehrreichen und geselligen Sonntagvormittag ab. Danke der Jagdhornbläsergruppe der KJV-Backnang für die gekonnt vorgetragene Umrahmung des Stammtisches mit Hörnerklängen. Ein herzliches Dankeschön dem Gastgeber Lothar Glass und seinem Helferteam für eine gelungene Veranstaltung..


               
09.07.2015Autor: HH
Falknervortrag beim Stammtisch
Vortrag beim Hegeringstammtisch am Donnerstag den 11.06.2015 im Gasthof "Siller" in Vorderbüchelberg.

Unser Hegeringmitglied Artur Melzer berichtet über seinen Ausbildungslehrgang zum Falkner an der Landesjagdschule in Dornsberg.
Er gab uns interessante Einblicke in die spannende Praxis im Umgang mit den Greifen, und erklärt Bedingungen und Anforderungen seiner mit Erfolg gekrönten Prüfung zum Falkner im Frühjahr dieses Jahres.



 
11.06.2015Autor: HH
Messerschärfseminar am 27.03.2015

Das vierstündige Messerschärfseminar bei der Fa.Giesser in Winnenden war mit 15 Teilnehmern ausgebucht. Leider konnten nicht alle Anmeldungen hierzu berücksichtigt werden, es wird jedoch im Herbst 2015 ein weiteres Schärf-Seminar vom Hegering angeboten werden.
Nach einer Betriebsführung in Werk Winnenden mit Schwerpunkt Klingenfertigung folgte ein theoretischer Einblick in das Thema Schneide, Schärfe, Schnitthaltigkeit und Messerpflege, außerdem wurden sehr anschaulich verschiedene Schleif- und Poliermethoden und die dazugehörigen Werkzeuge und Gerätetypen vorgestellt.
Im praktischen Teil ging es um die richtige Handhabung der verschiedenen Schärfwerkzeuge, wie Maschinenschliff, Wetzstahl, Schleifstein oder Handschärfgerät, anschließend konnten die Teilnehmer unter fachliche Anleitung damit üben. Sicherlich haben auch im Schärfen vermeintlich erfahrene Jäger noch wertvolle Tipps und Tricks zum Verfeinern ihrer Technik bekommen und konnten den Seminar-Rahmen zum Fachsimpeln mit den kompetenten Ansprechpartnern der Fa.Giesser nutzen, denn nur ein wirklich scharfes Messer schneidet effizient, sicher und gut. Regelmäßiges Nachschleifen und Polieren garantieren scharfe Klingen für den Einsatz beim Aufbrechen oder Zerwirken.

 
27.03.2015Autor: HH
Stammtisch im Grünen

Stammtisch im Grünen am Sonntag den 13. Juli 2014 im Revier Spiegelberg-Jux. Nach der obligatorischen Begrüßung durch die Bläsergruppe der KJV-Backnang führte uns Pächter Horst Späth auf aussichtsreichen Pfaden durch sein Revier.
Auffallend bei der Begehung war die größtenteils extensive Bewirtschaftungsform und die Kleinparzellierung von Grünland- und Ackerflächen mit eingesprengten Brachen ohne nennenswerten Maisanbau, eine ideale Struktur für ein Niederwildrevier. Negativ auf die Bejagung und die notwendige Ruhe im Revier wirkt sich allerdings der starke Freizeittourismus im Umfeld vom Juxkopf ( Aussichtsturm, Schilift) und auf der Nassacher Ebene aus.
Die bestens vorbereitete Bewirtung mit Weißwurstvesper und Weißbier vom Fass am Waldrand beim Juxkopf , die musikalische Umrahmung durch die Jagdhornbläser, sowie als kleines Rahmenprogramm, das Ausschießen einer Ehrenscheibe mit dem Luftgewehr rundete die gelungene Veranstaltung ab. Herzlichen Dank an Gastgeber Horst Späth mit seinem Helferteam für einen schönen und erlebnisreichen Sonntagvormittag.

13.07.2014Autor: HH
Anschussseminar am 5.Juli 2014

Zu dem vom Hegering Weissach und Sulzbach-Murr gemeinsam organisierten Anschußseminar in Siebenknie, konnten die Hegeringleiter Dr. Michael Blaich und Uwe Birkendorff zwanzig interessierte Jäger/in und Jungjäger begrüßen. Referent war der über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Nachsuchenspezialist und Dozent an der Landesjagdschule-BW Martin Jeske aus Langenbrettach.
Beim vorausgehenden theoretischen Teil am Vormittag im Saal vom Gasthof „Waldeck“, gelang es Jeske, seine Erkenntnisse, resultierend aus hunderten von Nachsuchen, mit Hilfe einer Power-Point Präsentation eindrucksvoll zu vermitteln. Das richtige Verhalten vor und besonders nach dem Schuss ist von entscheidender Bedeutung. Jeske mahnte eindringlich, dass auch bei vermeintlichen Fehlschüssen, schon aus Gründen des Tierschutzes, unbedingt Kontrollnachsuchen erforderlich sind.
Nach dem Mittagessen ging es gemeinsam ins nahegelegene Staatsforstrevier, welches dankenswerterweise von Revierleiter Eberhard Falk zur Verfügung gestellt wurde. Hier hatte Martin Jeske und sein Helferteam verschiedene Anschüsse praxisnah vorpräpariert, welche von den Teilnehmern untersucht, bewertet und in ein Protokoll eingetragen werden mussten. Desweiteren wurden jeweils mehrere Schüsse auf tote Wildkörper von Reh und Wildschwein abgegeben. Hierbei war für jeden zu erkennen, wie weit verteilt Teile vom Wildkörper und Geschossreste zu finden waren, je nach dem welcher Körperteil getroffen wurde. Jedem wurde bewusst, wie groß der Gefahrenbereich der Kugel oder Splitter nach dem Verlassen des Wildkörpers ist.
Es ist nur jedem Jäger, welcher sich der Verantwortung gegenüber der Kreatur bewusst ist, zu empfehlen, im Sinne einer praxisnahen und tierschutzgerechten Jagdausübung an einem solchen Anschuss-Seminar teilzunehmen.

05.07.2014Autor: HH
Fachvortrag am 21.03.2014

Fachvortrag von Guido Dalüge von der Wildforschungsstelle Aulendorf
Im Rahmen der Hegeringversammlung am 21.März 2014 um 19.00 Uhr im Saal Gasthof "Zur Eisenbahn" in Sulzbach- Murr.
Guido Dalüge von der WFS Aulendorf referierte zum Thema Schwarzwildschäden und Schwarzwildbejagung.
Es wurde unter anderem über die enormen Wanderbewegungen der von der WFS mit Sendehalsbändern ausgestatteten Sauen berichtet. Die Zunahme der Maisfelder begünstigt die Sauen nicht nur durch reichlich Nahrung und Deckung sondern auch in Ihrem Ausbreitungsverhalten. Eine der überwachten Sauen zog innerhalb von 9 Monaten immerhin 57km weit von Aulendorf über Pfullendorf bis Friedingen. Der Mais ist aber bei weitem nicht die einzige Ursache für die Zunahme in den Wildschwein-Beständen. Die Landwirtschaftlichen Flächen bieten von Mai bis Oktober generell reichlich Nahrung. Vor allem aber das veränderte, klimabedingte Mastaufkommen bei der Buche führt zu einer gewaltigen Verbesserung der Nahrungsgrundlage. Im Vollmast-Jahr 1950 waren ca. 400kg Buchenmast auf einem Hektar zu finden, im Vollmast-Jahr 2011 waren es bereits 1800kg pro Hektar. Dies ist auf veränderte Klimabedingungen und die einhergehende Erhöhung des Stickstoffgehalts zurück zu führen. Durch diese hervorragende Nahrungsgrundlage sind heute Reproduktionsraten von 200-300% keine Seltenheit mehr sondern eher die Regel.
Die Zunahme der Sauen erfordert auch eine Anpassung bei den Bejagungsstrategien. Guido Dalüge verdeutlichte dies anhand vieler Beispiele. Die heutigen Bejagungsmodelle sollten eine Mischung aus Einzeljagd an der Kirrung, revierinternen und revierübergreifenden Sammelansitzen kombiniert mit revierübergreifenden Drückjagden sein.


21.03.2014Autor: HH

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